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Die Spuren des Menschen

140410_dierheinpfalz_bildTRIPPSTADT: Forstwirtschaftsstudent Tobias Stubenazy forscht über den Wald der Sattelmühle

Der Blick in die Geschichte ist spannend und lehrreich! Sagt Tobias Stubenazy aus Kaiserslautern. Sechs Monate hat sich der 22-Jährige, der an der Uni Freiburg im vierten Semester Waldwirtschaft und Umwelt studiert, mit der Vergangenheit der Sattelmühle in Esthal, Kreis Bad Dürkheim, beschäftigt. Herausgekommen ist eine Projektarbeit, die von Burkhard Steckel, Leiter im Forstamt Johanniskreuz, als Basisarbeit für die Zukunft der Sattelmühle bezeichnet wird.

53 Seiten folgen dem Titel „Forstgut Sattelmühle – Analyse der historischen Nutzungsansprüche am Wald der sieben Berge“. 53 Seiten, auf denen vor allem eins ganz klar wird: Wald war schon im Mittelalter vom Zugriff des Menschen geprägt. Nur anders als heute. Im 18. Jahrhundert ist der Wald Brenn- und Bauholzlieferant, ernährt das Vieh, liefert Rohstoffe für Küfer, Wagner, Gerber, spendiert Teer und Pech, ist Arbeitsplatz für heute ausgestorbene Waldgewerbe.

„Das war sehr interessant, wie sich dieser „Nährwald“ zu unserem heutigen Multifunktionswald mit Erholungs- und touristischen Anspruch entwickelt hat“, schildert Stubenazy seine Erkenntnisse.

Gefördert von der Erich-Schmidt-Sattelmühle-Stiftung forscht der Student tief in den Archiven der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern, im Landesarchiv in Speyer, der Freiburger Unibibliothek und natürlich im Privatarchiv des Forstgutes nach der Vergangenheit der Sattelmühle.

Artikel in Die Rheinpfalz 10.4.2014