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Spätheimkehrer mit Zukunft

130910_dierheinpfalz_DouglasientagungForstamtsleiter Burkhard Steckel über eine internationale Douglasien-Tagung in Johanniskreuz

TRIPPSTADT. Das Forstamt Johanniskreuz steht vom 10. bis 12. September im Fokus internationaler Waldforschung. 25 europäische Wissenschaftler tragen unter der Leitung der Universität Freiburg umfangreiche Informationen über die bisherige Douglasienforschung zusammen. Die RHEINPFALZ hat sich vorab mit Forstamtsleiter Burkhard Steckel unterhalten.

„Wenn sich Europas führende Waldforscher ausgerechnet in Ihrem Forstamt treffen und umschauen, dann hat das sicher seinen Grund…“
Es gibt in der Tat gute Gründe, die für den Standort Johanniskreuz sprechen. Einmal wird die Tagung finanziell von der Erich-Schmidt-Sattelmühle-Stiftung unterstützt. Die Stiftung hat sich der Förderung der Forstwirtschaft verschrieben. Der Bereich Sattelmühle in Frankeneck gehört zu unserem Forstamt. Auch ist Professor Heinrich Spieker, der Leiter des ausrichtenden Instituts Waldwachstum an der Uni Freiburg, genau wie ich auch, im Stiftungsrat der Sattelmühle-Stiftung.

Rheinland-Pfalz ist das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Douglasien und in unserem Forstamt spiegeln interessante Bestände alle waldbaulichen Vorstellungen der letzten 130 Jahre wieder. Wir können hier somit auf eine über 100-jährige Erfahrung mit der Douglasie blicken und vor Ort die unterschiedlichsten Anpflanzungen zeigen. Wir haben Douglasien-Reinkulturen und wir können Douglasien-Buchen-Mischbestände zeigen. Hier ist zum Beispiel schön zu sehen, wie sehr die Buche die Douglasie zurückdrängt, wenn man sie gewähren lässt.

Artikel in Die Rheinpfalz 10.9.2013

10. September 2013